Kürzlich hat uns ein Elternteil gefragt, ob ein Kleid für die Erstkommunion unbedingt lang und weiß sein muss. Wir haben uns entschlossen, dieses Thema zu untersuchen und unsere Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen.
Wir sollten unsere Analyse damit beginnen, zwei voneinander unabhängige Aspekte zu definieren: den Schnitt und die Farbe.
Die Farbe ist in der Liturgie eines der Symbole; sie soll den Charakter des gefeierten Ritus zum Ausdruck bringen. So ist die Farbe Rot ein Symbol, das auf die feurigen Zungen verweist, in deren Gestalt der Heilige Geist am Pfingsttag auf die im Abendmahlssaal versammelten Apostel herabkam. Grün ist die Farbe der Hoffnung, während Violett Reue, Demut und Abtötung symbolisiert.
Weiß (vom lateinischen „albus“) ist ein Symbol für die Reinheit der Seele, die sich im Zustand der heiligmachenden Gnade befindet. Diese Farbe ist zweifellos mit den Sakramenten verbunden – sowohl mit der Taufe, der Kommunion als auch der Trauung. Die Verwendung einer anderen Farbe gilt als großer Fauxpas.
Entgegen der landläufigen Meinung ist die Länge des Kommuniongewandes hingegen eher eine individuelle Angelegenheit. Schließlich geht die heutige Kommunionalbe in der Geschichte der Kirche in direkter Linie auf die Tunika zurück, also ein weißes, langes Gewand.
Dennoch sind die Priester sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen eher liberal. Jungen haben de facto die Wahl zwischen zwei Längen – langen, bodenlangen Alben und kurzen Alben in Kombination mit einer Hose. Auch bei den Mädchen gibt es zwei Längen: Kleider und lange Alben sowie kurze, knielange Kleider.
Ein langes weißes Kleid zur Erstkommunion – Notwendigkeit oder Gewohnheit?
Die Erstkommunion ist ein außergewöhnliches Ereignis im Leben eines Kindes und der ganzen Familie. Zu den Vorbereitungen für die Feier gehören nicht nur organisatorische Aspekte, sondern auch die Wahl der passenden Kleidung. Viele Jahre lang war ein langes, weißes Kommunionkleid die fast selbstverständliche Wahl. Heute fragen sich jedoch immer mehr Eltern, ob dies noch eine Notwendigkeit ist oder eher das Ergebnis einer langjährigen Tradition.
Ist ein langes weißes Kleid zur Erstkommunion Pflicht?
Nein. In den meisten Pfarreien besteht keine Verpflichtung, ein langes Kommunionkleid zu tragen**. Über die Kleiderordnung während der Feier entscheidet in der Regel die Pfarrei.
Immer häufiger empfangen die Kinder die Erstkommunion in einheitlichen Alben, die die Gleichheit aller Teilnehmer unterstreichen. In Pfarreien, in denen keine Alben vorgeschrieben sind, haben die Eltern mehr Freiheit bei der Auswahl des Kleides.
Daher lohnt es sich, vor dem Kauf zu klären, welche Regeln in der jeweiligen Pfarrei gelten.
Woher stammt die Tradition der langen Kommunionkleider?
Noch vor einigen Jahren war das lange weiße Kleid ein Symbol für den feierlichen Charakter der Erstkommunion. Es stand für Eleganz, Reinheit und die Einzigartigkeit dieses Tages. Die Erstkommunionmode verändert sich jedoch ebenso wie die Kindermode. Derzeit setzen Designer auf schlichtere Schnitte, bequemere Passformen und dezente Verzierungen anstelle von sehr aufwendigen Modellen. Das Ergebnis? Die heutigen Kleider sind wesentlich bequemer und behalten gleichzeitig ihr elegantes Aussehen bei.
Ein Kleid, das bis zur Mitte der Wade oder bis über das Knie reicht.
Immer mehr Eltern entscheiden sich für kürzere Modelle. Ihre größten Vorteile sind:
- mehr Komfort,
- mehr Bewegungsfreiheit,
- unkomplizierte Kombination,
- * die Möglichkeit, das Kleid auch bei anderen Familienfeiern zu tragen.
Diese Lösung eignet sich besonders gut bei warmem Maiwetter.







