Fragst du dich, wann der Advent ist und was ihn auszeichnet? In diesem Ratgeber erfährst du alles über diese für Christen so wichtige Zeit. Hier findest du detaillierte Informationen!
Was ist der Advent?
Der Advent ist eng mit der christlichen Tradition verbunden. Es ist die Zeit vor Weihnachten und symbolisiert zugleich das Warten auf das Kommen Jesu Christi. Diese Zeit umfasst vier Sonntage. Der erste davon leitet das neue liturgische Jahr ein. Darüber hinaus ist der Advent eine Zeit des Gebets und der Besinnung auf den Glauben.
Historikern zufolge reichen die Anfänge des Advents bis in die Mitte des 4. Jahrhunderts zurück. Im Jahr 380 fand in Saragossa eine Synode statt. Damals ordneten die Kirchenoberhäupter zwischen dem 17. Dezember und dem 6. Januar inbrünstiges Gebet an. Im 5. Jahrhundert wurde dann eine Fastenzeit zwischen dem 11. November und Weihnachten festgelegt, die an drei Tagen pro Woche einzuhalten war.
Es ist erwähnenswert, dass die Römer den Advent bereits seit dem Ende des 6. Jahrhunderts feierten. Im Vergleich zu früheren Traditionen war diese Zeit von Freude geprägt, und die Kirchenoberhäupter schrieben weder Fasten noch asketische Praktiken vor.
Heute weiß jeder Christ, was der Advent ist. Diese Zeit läutet Weihnachten ein, das neben Ostern das wichtigste Fest des Jahres ist. Erwähnenswert ist, dass der Advent von verschiedenen Bräuchen und Symbolen begleitet wird.
Wie lange dauert der Advent?
Da Sie nun wissen, was der Advent ist, ist es an der Zeit, sich zu überlegen, wie lange diese Zeit dauert. Wie bereits erwähnt, beginnt er am Sonntag, der den drei aufeinanderfolgenden Sonntagen vor Weihnachten vorausgeht. Er endet hingegen am Heiligabend.
Manche wissen nicht genau, wann der Advent beginnt, und glauben, dass er jedes Mal vom 1. bis zum 24. Dezember dauert. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Vor allem muss es sich um einen Zeitraum handeln, der die vier Sonntage vor Weihnachten umfasst.
Es lohnt sich, darauf zu achten, wann der Advent im Jahr 2022 beginnt. Der erste Sonntag fällt nämlich auf den 27. November. Somit dauert dieser Zeitraum von diesem Datum bis Heiligabend. Der Tradition zufolge endet er während des Heiligabendessens.
Fragst du dich, seit wann der Advent vier Wochen dauert? Nun, im 5. Jahrhundert betrug diese Zeit noch 40 Tage. Im 6. Jahrhundert ordnete der Papst hingegen eine vierwöchige Wartezeit bis Weihnachten an. Historiker weisen darauf hin, dass dies mit einem kürzeren, aber sehr intensiv begangenen Weihnachtsfest zusammenhängen könnte.
Eine andere Interpretation bezieht sich auf das bekannte Weihnachtslied mit den Worten „Viertausend Jahre lang erwartet“. Möglicherweise stammt die Zahl 40 und später die vier Wochen daher. Der Brauch besagt, dass eine Woche ein Jahrtausend vor der Geburt Jesu symbolisiert.
Die vier Adventssonntage – Symbolik
Wir haben nun geklärt, wann der Advent beginnt. Es lohnt sich auch, einen Blick auf die Symbolik der vier Sonntage zu werfen. Der erste von ihnen markiert den Beginn der Vorweihnachtszeit. Dann zünden die Gläubigen die erste der vier Kerzen an. Diese wird als „Kerze der Hoffnung“ oder „Kerze des Propheten“ bezeichnet. Der zweite Adventssonntag steht im Zusammenhang mit dem Geburtsort Jesu Christi. Dann wird in den Kirchen die Friedenskerze angezündet, die auch als Bethlehem-Kerze bezeichnet wird.
Der dritte Adventssonntag wird als „Gaudate“ bezeichnet. Dieser Name bedeutet „Freut euch“. An diesem Tag wird die Kerze der Freude oder die Hirtenkerze angezündet. Gleichzeitig ist dies ein Zeichen dafür, dass die Vorfreude auf Weihnachten den Gläubigen Freude bereiten soll. Es ist erwähnenswert, dass der Advent nicht mit Entbehrungen verbunden ist, obwohl Besinnung durchaus angebracht ist.
Der vierte und letzte Adventssonntag ist dem Gedenken an die Engel gewidmet, die bei der Geburt Jesu erschienen sind. An diesem Tag wird die vierte Kerze angezündet. Diese wird als „Kerze der Liebe“ oder „Kerze der Engel“ bezeichnet.
Symbole des Advents
Heute wissen die Gläubigen genau, wann der Advent beginnt, da diese Tradition jedes Jahr begangen wird. Auch die mit dieser Zeit verbundenen Symbole sind allgemein bekannt. Zu den beliebtesten gehört der Adventskranz, der in vielen Häusern auf den Tischen steht. Ein weiteres Symbol ist die Laterne, die zur Roratemesse mitgenommen wird. Die vorherrschende Farbe in der Kirche ist hingegen Violett.
Wenn man fragt, was der Advent ist, darf man die guten Taten nicht unerwähnt lassen, die das Warten auf Weihnachten begleiten sollten. Zu den beliebten Symbolen gehört auch der Adventskalender, der aus Türchen mit Süßigkeiten oder kleinen Geschenken besteht. Er ist ein gerne gekauftes Geschenk für Kinder.
Was ist der Advent – Bräuche
Zu den wichtigsten Adventsbräuchen zählen die bereits erwähnten Roratemessen. Das sind Messen, die in der Regel morgens von Montag bis Freitag gefeiert werden. Die Priester beginnen den Gottesdienst vor Sonnenaufgang, weshalb die Gläubigen Laternen mitbringen, also Kerzen, die „Roratki“ genannt werden.
Der Advent ist auch eine Zeit der Erwartung und Besinnung sowie ein guter Zeitpunkt, um schlechte Gewohnheiten abzulegen. Deshalb nehmen sich die Gläubigen so oft adventliche Vorsätze vor. Ist im Advent jedoch Fasten vorgeschrieben? Nein, aber viele Christen verzichten in dieser Zeit auf kleine Genüsse wie Süßigkeiten oder Genussmittel und konzentrieren sich stattdessen auf das Gebet und den Austausch mit ihren Liebsten.
Auch an weltlichen Bräuchen mangelt es nicht. Der beliebteste davon ist das Backen von Lebkuchen, das am besten schon Anfang Dezember erfolgen sollte. Dann sind sie zu Weihnachten perfekt. Zu den beliebten Bräuchen gehört zudem das Basteln von Christbaumschmuck.
Zu den alten und bereits im Verschwinden begriffenen Bräuchen gehört die sogenannte „graue Stunde“. Das ist die Zeit, in der es dunkel wird und sich die Hausbewohner versammeln, um zu reden, zu singen oder Geschichten zu hören.
Advent und Feiern?
Wenn der Advent beginnt, rufen die Kirchenoberhäupter zur Besinnung auf, doch es ist keine Fastenzeit. Es gibt also kein Verbot, an Feiern teilzunehmen. Nach Ansicht der Kirche sind das Treffen mit Freunden und ausgelassener Spaß keine Sünde, solange man Maß hält. Man sollte jedoch die Vorfreude auf Weihnachten und die geistige Vorbereitung auf dieses Fest nicht vergessen. Dabei können die im Advent gelesenen Bibelzitate oder das tägliche Gebet helfen.
Es sei daran erinnert, dass dies eine freudige Zeit ist, die die Gläubigen Gott näherbringt und das christliche Bewusstsein prägt. Die Kirchenoberhäupter ermutigen dazu, in dieser Zeit an den Roratemessen teilzunehmen. Die Sonntagsmesse hingegen gehört zu den Pflichten eines jeden Katholiken. Am besten kommt man mit der ganzen Familie in die Kirche, denn der Advent ist auch eine Zeit der Versöhnung und der Nähe.







