Die Taufe ist das erste Sakrament im Leben. Die Vorbereitungen für die Feier sind zeit- und arbeitsintensiv, daher ist es ratsam, rechtzeitig damit zu beginnen. Schließlich möchten die Eltern, dass alles nach Plan verläuft. Bevor man sich jedoch um die organisatorischen Angelegenheiten kümmert, sollte man festlegen, wann die Taufe des Kindes stattfinden soll. In diesem Artikel findest du Tipps zu folgenden Themen:
· In welchem Alter sollte die Taufe stattfinden?
· Wann sollte man zum Pfarramt gehen, um einen Tauftermin zu vereinbaren?
· Taufe zu Ostern oder zu Weihnachten – ist das möglich?
· Vorbereitungen vor der Taufe
In welchem Alter sollte das Kind getauft werden?
Die Meinungen darüber, wann ein Kind getauft werden sollte, gehen auseinander. Manche Eltern entscheiden sich bereits in den ersten Lebenswochen dafür, andere erst nach der sechsten Woche, und wieder andere ziehen es vor, abzuwarten. Grundsätzlich kann bereits ein Neugeborenes getauft werden, doch sollte man sich überlegen, ob es in den ersten Lebenswochen des Kindes ratsam ist, es einer so anstrengenden Feier auszusetzen. Die Taufe von Kindern sollte gemäß christlicher Tradition in den ersten Wochen oder Monaten des Lebens stattfinden. Die meisten Eltern halten sich daran und entscheiden sich für eine Taufe zwischen der sechsten Woche und dem dritten Monat. Bei so kleinen Babys sind zu diesem Zeitpunkt die wichtigsten Impfungen bereits hinter ihnen, und außerdem ist ihr Bewegungsradius noch begrenzt, sodass sie sich nicht losreißen werden. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es die gesamte Zeremonie verschläft, was den Eltern Nerven erspart. Ein etwas älteres Kind nimmt eine Vielzahl von Reizen wahr und wird wahrscheinlich nicht einschlafen; außerdem wird es ungeduldig werden, wenn es untätig herumsitzen muss. Bei Kindern, die bereits laufen können, müssen Eltern damit rechnen, dass sie in der Kirche herumtollen wollen, da sie sich für alles interessieren. Es ist zu betonen, dass ein Kind zu jedem Zeitpunkt getauft werden kann, daher lohnt es sich, das Thema einfach praktisch anzugehen.
Wenn ein Kind schwer krank zur Welt kommt, kann das Sakrament der Taufe sogar von einer Laienperson gespendet werden – dies hängt natürlich vom Willen der Eltern ab. Wenn sich das Kind erholt, wird die Zeremonie in der Kirche wiederholt. Manche Eltern kommen zu dem Schluss, dass sie sich gegen eine Taufe ihres Kindes entscheiden. Wenn das Kind älter wird, kann es selbst entscheiden, ob es getauft werden möchte oder nicht.
Wann sollte man sich zum Pfarramt begeben, um einen Termin für die Taufe zu vereinbaren?
Etwa einen Monat oder zwei Wochen vor der geplanten Feier sollte man sich zum Pfarramt begeben. Der Pfarrer legt den Terminplan vor und prüft, ob der von den Eltern gewählte Termin „frei“ ist. Es ist zu beachten, dass in manchen Pfarreien die Säuglingstaufe nur an einem bestimmten Sonntag im Monat stattfindet. Die Festlegung der Einzelheiten ermöglicht es, Termine aufeinander abzustimmen und die Feier für die Angehörigen zu organisieren. Man sollte bedenken, dass man mit dem Besuch im Pfarramt warten sollte, bis das Neugeborene bereits zu Hause ist.
Noch vor der Taufe sind zahlreiche Formalitäten zu erledigen. Bei der jeweiligen Pfarrei sind folgende Unterlagen einzureichen:
· die Geburtsurkunde des Kindes,
· die kirchliche Heiratsurkunde der Eltern,
· Bescheinigungen der Paten aus deren jeweiligen Pfarreien, aus denen hervorgeht, dass sie gläubig und praktizierend sind,
· Bescheinigungen darüber, dass die Eltern und Paten die Beichte abgelegt haben (in manchen Pfarreien erforderlich).
Manchmal wird von den Eltern und Paten die Teilnahme an Vorbereitungskursen vor dem Taufsakrament verlangt. Bei solchen Treffen wird gezeigt, wie die Taufzeremonie abläuft. Was die Gebühr für die Taufe betrifft, so sagen die Priester meist „nach Belieben“, nennen aber auch bestimmte Beträge. Die Kosten liegen in der Regel zwischen 100 und 250 Złoty.
Eine Taufe zu Ostern oder zu Weihnachten – ist das möglich?
Manchen Eltern ist es wichtig, dass die Taufe ihres Kindes an einem Feiertag stattfindet. Diese Termine sind in der Regel sehr gefragt, daher sollten sie rechtzeitig im Voraus reserviert werden – sogar etwa zwei Monate vor der Feier.
Wenn die Taufe des Kindes für Weihnachten geplant ist, muss man mit einigen Schwierigkeiten rechnen. Welche? Nun, eine Taufe im Winter bedeutet, dass man dem Kleinen zwei Schichten Kleidung anziehen muss. Man sollte auch bedenken, dass die Temperatur in der Kirche relativ niedrig sein wird und während der Spendung des Sakraments schließlich die Mütze abgenommen und das Köpfchen des Kindes mit Wasser benetzt wird. Da ist Vorsicht geboten – schließlich kann die Wintersaison Infektionen begünstigen.
Das Kirchenrecht erlaubt Taufen das ganze Jahr über, doch einzelne Pfarreien können ihre eigenen Bräuche haben. Taufen an Feiertagen sind äußerst feierlich, doch sollten Eltern sich überlegen, ob sie wirklich Wert darauf legen, dass diese Feier inmitten einer Menschenmenge stattfindet – denn gerade dann versammeln sich die meisten Menschen in der Kirche.
Vorbereitungen vor der Taufe
Die Vorbereitung auf die Taufe ist gar nicht so einfach. Neben den oben genannten Punkten müssen noch Entscheidungen bezüglich der Paten getroffen werden und die Frage geklärt werden, ob das Kind einen zweiten Vornamen erhalten soll.
Die Frage nach einem zweiten Vornamen für das Kind wird oft diskutiert. Es muss jedoch betont werden, dass ein zweiter Vorname für das Kind nicht verpflichtend ist. Manche Eltern entscheiden sich dafür, andere hingegen nicht. Jede Familie hat ihre eigenen Traditionen in dieser Hinsicht – manche Eltern vergeben den Namen eines Vorfahren, andere wiederum entscheiden sich dafür, dass der Name auf einen bestimmten Heiligen Bezug nimmt.
Vor der Taufe sollten die Gäste über den Termin informiert werden – dazu können Einladungen überreicht werden. Außerdem werden natürlich Paten ausgewählt. Es ist üblich, dass diese Personen Katholiken sein müssen. Wer das Sakrament der Firmung nicht empfangen hat oder in einer nicht kirchlichen Lebensgemeinschaft lebt, kann nicht Pate oder Patin werden. Die als Paten ausgewählten Personen müssen sich bei ihrer Pfarrei melden, um eine Bescheinigung darüber zu erhalten, dass sie praktizierende Katholiken sind – dabei gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Einige Priester machen keine Probleme mit der Bescheinigung, andere hingegen schon. Oft wird die Entscheidung davon abhängig gemacht, ob die betreffende Person die Weihnachtskollekte entgegennimmt. Als Paten werden meist Familienmitglieder oder Freunde ausgewählt. Das Wichtigste ist jedoch, dass es sich um Personen handelt, denen die Eltern des Kindes einfach vertrauen und von denen sie wissen, dass sie ihrem Kind verbunden sein werden.
Neben der Klärung der oben genannten Details sollte man an die Kleidung für das Baby sowie an das Taufkleid und die Taufkerze denken. Der Tradition zufolge kauft der Pate die Kerze und die Patin das Taufkleid, doch dies muss noch vor der Feier geklärt werden.
Einer der letzten Punkte ist die Überlegung, ob Fotos oder eventuell ein Video von der Taufe gemacht werden sollen. Manchmal wird ein kompletter Film kostenlos von Personen angeboten, die ihr Portfolio erweitern möchten. Es lohnt sich, sich frühzeitig für eine bestimmte Lösung zu entscheiden – die Suche nach einem Fotografen für die Taufe in letzter Minute ist schwierig.







