Am 21. November begehen wir das Gedenken an den heiligen Tarsicius – einen der wichtigsten Schutzpatrone der Ministranten. Anlässlich seines heutigen Gedenktages möchten wir an sein Leben erinnern.
Der heilige Tarsicius lebte im 3. Jahrhundert; weder sein Sterbedatum noch die Umstände seines Todes sind bekannt. Es wird vermutet, dass Tarsicius während der Herrschaft von Kaiser Decius im 3. Jahrhundert den Märtyrertod erlitt. Die Regierungszeit dieses Kaisers gilt als eine der blutigsten in der Geschichte des Christentums.
Damals starben Christen massenhaft im Namen Christi, und ihr größter Wunsch war es, vor ihrem Tod das eucharistische Brot zu empfangen. In diesem Wunsch unterstützte sie der junge Akolyth Tarsicius. Heimlich brachte er das Allerheiligste Sakrament in die römischen Gefängnisse, um die Christen in ihrem Glauben zu stärken.
Er fand den Tod durch die Hand seiner Altersgenossen – er wurde geschlagen und getreten, da man bei ihm das Abendmahl entdeckt hatte. Ein Soldat, ebenfalls Christ, rettete ihn und trug den schwer verwundeten Tarsicius nach Hause. Leider starb Tarsicius kurz darauf an den Folgen seiner Verletzungen.
Ursprünglich wurde der Leichnam des Tarsicius auf dem Friedhof des Heiligen Callixtus in Rom beigesetzt, neben den Überresten von Papst Stephan I., der einige Jahre später, im Jahr 257, ermordet wurde. Im 17. Jahrhundert wurden die Reliquien des Heiligen nach Neapel überführt, wo sie bis heute in der Basilika des Heiligen Dominikus ruhen. Ein Sarg mit dem Reliquiar des heiligen Tarsicius befindet sich ebenfalls in Rom, im Salesianerkolleg an der Via Appia Antica.
Der heilige Tarsicius ist in Polen als Patron der Ministranten bekannt. In Italien gilt er zudem als Patron der italienischen Katholischen Jugendaktion, der Eucharistischen Kreise und der Kreise des sogenannten „Kleinen Klerus“.
Auf dem Bild: der heilige Tarsicius in liturgischer Kleidung aus dem 3. Jahrhundert







